Erfolgreicher Tennis-Sommer für den TC Pinnow

Es geht auf den Oktober zu, und damit auf das Ende der Sandplatzsaison. Seinen letzten leistungssportlichen Höhepunkt bereitete sich der Tennisclub Pinnow bei Schwerin mit seiner 5. Offenen Vereinsmeisterschaft. Vom 16. bis 18. September als Leistungsklassenturnier in sieben Altersklassen ausgetragen, konnten ausdrücklich auch Spielerinnen und Spieler anderer Vereine und Bundesländer melden – und 38 unter anderem  aus Pinnow, Wittenberge, Rostock, Kühlungsborn und Wismar machten Gebrauch davon.

Den weiteste Anreiseweg hatte Kai Brandt. Der Kieler lieferte sich mit dem Pinnower Tennistrainer Holger Kemmet in der Konkurrenz der Herren 40 ein spannendes Finale, das der Mann mit dem Heimrecht schließlich mit 6:2, 6:4 für sich entscheiden konnte. Aus Pinnower Sicht besonders erfreulich: Allein fünf der sechs H-40-Männer vom TCP, die an dieser Meisterschaft teilnahmen, spielen überhaupt erst seit diesem Jahr Tennis. Dennoch scheuten sie den Wettkampf nicht und absolvierten jeweils mindestens drei Matches mit Mathias Rivoir als dem Sieger der Nebenrunde. Hier wächst ein Team heran, mit dem der TC Pinnow für die Punktspielsaison im Sommer 2023 endlich wieder auch in dieser Altersklasse aufschlagen kann.

Auch in den weiblichen Konkurrenzen mussten die Veranstalter kurz vor Meisterschaftsbeginn mit etlichen krankheitsbedingten Absagen klarkommen. Titelverteidigerin Claudia Frohberg vom TC Bruel holte sich in einem Viererfeld der Damen auch dieses Mal die Goldmedaille vor der Pinnowerin Anne Rubel. Bei den Damen 55 mussten sowohl das Match um Platz 3 wie auch das Finale nach jeweils dem ersten Satz vom regenüberströmten Sandplatz auf den Teppichplatz in der Halle verlegt werden. Beide verliefen ähnlich eng: Silke Hasselmann vom Pinnower Gastgeber konnte sich gegen die Rostockerin Jeanette Meier mit 5:7, 6:3 und 10:8 durchsetzen. Das großartige Finalspiel entschied Petra Neumann vom SV Wittenberge gegen die leicht favorisierte Sabine Mainzinger vom TC Kühlungsborn mit 5:7, 6:4, 13:11 im Match-Tie-Break für sich.

Bei den Herren, für die Männer zwischen 21 und 39 Jahren gemeldet hatten, setzte sich der Alt-Pinnower und derzeit in Münster studierende Niklas Winkler ungeschlagen vor dem Kühlungsborner Niklas Mainzinger und Martin Korth (TC Bruel) durch. Die Goldmedaille bei den Herren 70 konnte der Warnemünder Rainer Bahrdt mit nach Hause nehmen.

Ein besonderes Highlight bestand in der Tombola, die dem Gedanken folgte: Jeder kann gewinnen – unabhängig vom sportlichen Abschneiden. Der TC Pinnow dankt dem Schweriner Restaurant „La Bouche“, dem „Durante“ in Schwerin, dem Schloss Basthorst, dem Gut Settin, dem Schweriner Zoo, dem Kletterwald Schwerin, dem Mecklenburgischen Staatstheater zu Schwerin, dem Trampolinpark „Easy Jump“ sowie dem Vereinsvorsitzenden und Freizeitjäger Curt Rackow für die zur Verfügung gestellten attraktiven Preise und Gutscheine.

Die Vereinsmeisterschaft war aus Clubsicht nur der vorerst letzte der zahlreichen Höhepunkte dieses Jahres: So richtete der Tennisverband MV erstmalig die Senioren-Landesmeisterschaft in Pinnow aus – und denkt über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nach.

Der Verein blickt zudem auf eine gute Punktspielsaison zurück – unter anderem mit einem Landesmeistertitel der Damen 40 und mit sechs gemeldeten Mannschaften allein im Kinder- und Jugendbereich. Der TCP stärkte zudem seinen ohnehin guten Gastgeberruf durch stark besetzte Tagesturniere der „Trophy´s Series MV“ und „Hard Hitter“ sowie beim traditionellen Dello Cup für Doppel- und Mixed-Mannschaften, der auch im kommenden Jahr wieder am zweiten August-Wochenende stattfinden wird. Im reinen Freizeitbereich konnten viele Spielerinnen und Spieler miteinander vernetzt und neue Mitglieder über eine aktive Werbung mit Schnupper-Trainingskursen gewonnen werden, so dass es deutlich mehr Spielbetrieb auf der Anlage gab als in den zurückliegenden Jahren.

Nun richten sich die Augen des TCP-Vorstands auf den 25. September. Ab 11 Uhr sind sämtliche Vereinsmitglieder zu einem spielerischen Saisonausklang eingeladen – mit Schleifchenturnier und Wildschweingrillen.

Ab Oktober geht es in die Wintersaison, was bedeutet: Trainieren, Spielen, Spaßturniere wie Ligaspiele in der privat geführten Pinnower Tennishalle. Dort kostet eine Stunde pro Platz 20,00 Euro, und Betreiber wie Verein hoffen, dass der Preis auch durch die Energiekrise zu halten sein wird.  Silke Hasselmann

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„Die Punktspiele können kommen“ – Pinnower Talente im Trainingscamp

Sie alle haben gut mitgespielt: Das sonnige Aprilwetter, die gerade erst bestens präparierten Sandplätze der Pinnower Außenanlage und natürlich vor allem die 19 Kinder und Jugendlichen, die in der Anfang Mai beginnenden Sommer-Wettkampfsaison für den TC Pinnow aufschlagen werden. Der Tennisverein hatte Teams in den  Altersklassen U8, U10, U15 (jeweils gemischt) sowie U18 (männlich) gemeldet und dem Nachwuchs ein verlängertes intensives Trainingswochenende vom 22. bis 24. April angeboten.

Insgesamt 14 Stunden lang feilten die Jungs und Mädels unter der professionellen Anleitung der  Trainer Martin Pelach und Holger Kemmet an ihrer Athletik, an den anspruchsvollen Bewegungsabläufen für eine treffsichere Vor- beziehungsweise Rückhand sowie an taktischen Varianten beim Doppelspiel. Auch gestandene TCP-Spieler wie Karin Kretschmar, Silke Hasselmann und Jens Thamm übernahmen ehrenamtlich einige Trainingsgruppen.  Für alle waren es die ersten Gelegenheiten nach der Wintersaison, um sich unter freiem Himmel an den Sandbelag zu gewöhnen und sich dabei auch auf stets wechselnde Natureinflüsse wie Sonne, Schatten, Wind, Hitze oder Kälte zu gewöhnen. Das Schöne: Alle wurden gefordert und alle ließen sich fordern, wobei der Spaß und eine gute Verpflegung durch die Gaststätte im Sporthotel Pinnow nicht zu kurz kamen.

Jetzt gilt es, in den üblichen Trainingsstunden und mithilfe selbständiger Spielverabredungen am (Tennis-)Ball zu bleiben. Die Wettkampfsaison startet für den TCP-Nachwuchs am 8. Mai. Dann genießen die U15- und U18-Teams Heimrecht. Zuschauer herzlich willkommen!  Silke Hasselmann, Jugendwartin des TC Pinnow

 

Rekordbeteiligung bei Pinnower Vereinsmeisterschaften

Alle spielten mit am vorletzten September-Wochenende dieses Jahres: Einerseits der Wettergott, der zwei Tage lang die Sonne von einem wolkenlosen Himmel auf die Sandplatz-Anlage des Tennis Clubs Pinnow scheinen ließ und damit für bestmögliche Lichtverhältnisse während der schon merklich kürzeren Tage sorgte. Andererseits und vor allem die 17 Damen und 36 Herren, die  bei den 3. Offenen TCP-Vereinsmeisterschaften in sieben Konkurrenzen um die Titel spielten. Keine Vereinsmeisterschaft in Mecklenburg-Vorpommern war in den zurückliegenden Wochen annähernd so gut besucht, und auch in den Nachbarländern, in denen Tennis eine deutliche stärkere Basis hat, gibt es dergleichen große Teilnehmerfelder nur noch selten. Das gilt für die Anzahl der Teilnehmer zwischen 20 und 80 Jahren wie auch für die sportliche Qualität vieler Spiele.

Besonders erfreulich: Die 13 Meldungen für das Damen-50-Feld. Das zog unter anderem Gäste aus Hannover, Wittenberge, Mölln und Stralsund an. Eine weitere Überraschung: Die Rostocker Ostliga-Spielerin und Dauer-Landesmeisterin Sabine Mainzinger (LK 6) musste sich im Halbfinale wie auch im Spiel um Platz 3 (gegen Andrea Ohrt, LK 8 aus Mölln) geschlagen geben. Das Finale gewann mit Petra Neumann aus Wittenberge eine weitere LK-6-Spielerin. Sie schlug Jeanette Meier (BW Rostock, LK 13) mit 6:2, 6:2. Unter den vier Teilnehmerinnen der Damen-30-Konkurrenz setzte sich nach dem Spielmodus „Jede-gegen-jede“ Claudia Frohberg (TC Pinnow) durch.

Die Finalisten der Damen-50-Konkurrenz: Jeanette Meier und die Meisterin Petra Neumann

Nach dem Round-Robin-System wurden auch die Meister bei den Herren (Aktive) und bei den Herren 60 und 70 ermittelt. Dort siegten Andreas Schüler (Bad Oldesloe) und Adolf Hoeft (TC Parchim).

Siegerehrung Herren, v.l.: Torsten Comtesse, Meister Alex Zysno (beide TC Pinnow) und Damir Grgic

Bei den unter Dreißigjährigen kam es mit der letzten Begegnung zwischen dem Pinnower Alexander Zysno und Damir Grgic vom Schweriner TC zu einem hochklassigen Endspiel. Beide waren in ihren vorherigen drei Partien ungeschlagen geblieben. Am Ende gelang dem hochkonzentrierten und großartig aufschlagenden Zysno mit seinem 6:1, 6:4-Sieg eine faustdicke Überraschung.

Die Herren-60-Konkurrenz wurde durch Andreas Schüler und Michael Gutbrodt bereichert

Gutes Tennis bot auch das Herren-40-Feld, für das unter anderem Spieler aus Neustrelitz, Oldenburg, Lübeck und Binz gemeldet hatten. Den ersten Preis konnte der Neuruppiner Sebastian Ruthert mit nach Hause nehmen, der auch seinen Finalgegner – den Oldenburger Linkshänder André Klose – beherrschte. Das kleine Finale um Platz drei gewann der Schweriner Gianluca Durante.

Derweil stellten die Herren 50 mit 14 Teilnehmern das größte Feld. Hier blieben Überraschungen aus. Der Vorjahressieger Stefan Ehlers (BW Rostock, LK 9) trat zur Titelverteidigung an und marschierte bis ins Finale durch. Dort musste er sich jedoch dem kompromisslos aufspielenden Stefan Kuss von gastgebenden TC Pinnow mit 0:6, 2:6 geschlagen geben. Dritter wurde der Neustrelitzer Ingo Radloff.

Wer nicht gerade selbst spielte, konnte von der Terrasse aus gute Matches auf den sechs Plätzen sehen

Nebenrunden ermöglichten es den früh Ausgeschiedenen, weitere Partien zu spielen und dabei Punkte für die neue Leistungsklassenbewertung zu sammeln, die für die neue Saison ab dem 1. Oktober gilt. Die durchweg gute Stimmung auf und neben den sechs bestens präparierten Plätzen sowie die mittlerweile sprichwörtliche Gastfreundschaft des Pinnower Tennisvereins dürften dazu beigetragen haben, dass sich viele der auswärtigen Spieler sofort für kommende TCP-Turniere ankündigten.   Silke Hasselmann

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