Stefan Koubek stürmt bei Usedom Open ins Halbfinale

Erfolgreicher Auftakt für Stefan Koubek. Der frühere Weltklassespieler steht bei den Usedom Open im Halbfinale der Herren-45-Konkurrenz. Der Österreicher, der erstmals bei diesem hochkarätig besetzten Seniorenturnier dabei ist, bezwang am Freitag Daniel Wittkowski, die Nummer 183 der deutschen Rangliste, mit 6:0, 6:1.

Koubek war vor 22 Jahren die Nummer 20 der Welt. Im Jahr 2000 bezwang der Linkshänder Top-Leute wie Michael Chang, Magnus Larsson, Goran Ivanisevic und den aufstrebenden Roger Federer.

Er ist zum ersten Mal auf Usedom dabei: Stefan Koubek, ehemalige Nummer 20 der Tennis-Weltrangliste, hier mit seinem Sohn John (8). Foto: Alexander Loew

Von 2015 bis Ende vergangenen Jahres war Stefan Koubek Kapitän des österreichischen Davis-Cup-Teams. Zu den größten Erfolgen zählte der sensationelle Triumph 2018 über die klar favorisierten Russen.

Ein Interview mit Stefan Koubek findet ihr hier

Am Wochenende stehen in mehreren Altersklassen die Vorschlussrunden und Finals an. Im Rennen sind unter anderem die amtierende Weltmeisterin der Damen 50, Florentina Curpene (TuS Jöllenbeck/Damen 50) sowie der mehrfache Welt- und Vizeweltmeister Christian Schäffkes vom Ratinger TC Grün-Weiß 1911.

Turnierchef Peter Schmidt, der die Usedom Open zusammen mit dem früheren Davis-Cup-Spieler Hendrik Dreekmann 2007 aus der Taufe gehoben hatte, hofft auf viele Zuschauer. „Wir haben das stärkste Teilnehmerfeld aller Zeiten“, schwärmt der Bielefelder.

Zu den Teilnehmern gehörten auch Sport-Größen wie Sabine John (1988 Olympia-Zweite im Siebenkampf), Erwin Skamrahl (Staffel-Europameister von 1982), Carsten Keller (Hockey-Olympiasieger von 1972) sowie der frühere Fußball-Profi Wolfgang Sidka, der für Hertha BSC, 1860 München und Werder Bremen insgesamt 333 Bundesliga-Spiele absolvierte.

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Usedom Open: Soujon und Maciocha erst im Finale gestoppt

Klar verloren und dennoch überglücklich – Klaus Soujon wurde bei den Usedom Open erst im Finale gestoppt. Der Warnemünder zog im Endspiel der Herren 65 gegen Jürgen Ackermann (TG Gahmen) mit 0:6, 0:6 den Kürzeren. "Eine Brille zu bekommen, ist zwar nicht so toll, aber alles in allem lief die Woche optimal für mich. In einem S1-Turnier im Finale zu stehen, ist einfach unvorstellbar. Es passte alles – fast wie ein Märchen", resümierte Soujon zufrieden. Der gebürtige Dortmunder, der in der Vorwoche bei den Travemünde Open Dritter geworden war, bewies im Achtelfinale Kämpferqualitäten. Er lag im Match-Tie-Break gegen Teja Grzeskowiak (TC RW Großbeeren) fast aussichtslos mit 4:8 in Rückstand, spielte fortan fehlerfrei, machte sechs Punkte in Folge und ballte nach dem 10:8 jubelnd die Faust. "Das war schon außergewöhnlich", meinte Soujon mit einem strahlenden Lächeln. Dass er im Finale chancenlos sein würde, sei ihm vorher klar gewesen, sagte der Warnemünder: "Ich habe schon zweimal gegen ihn gespielt - Jürgen ist eine andere Klasse", anerkannte Soujon, der durch seine jüngsten Erfolge seine Leistungsklasse auf 7 verbessern konnte. Auch Ireneusz Maciocha blieb die Krönung versagt. Der für den TC Rot-Weiß Neubrandenburg spielende Pole unterlag im Finale der Herren 60 seinem Landsmann Jan Papierz (TC RW Wächtersbeach) 3:6, 2:6. Beide hatten zuvor jeweils drei gesetzte Spieler ausgeschaltet. Papierz behauptete sich im Achtelfinale gegen den Binzer Burkhard Herzberg im Match-Tie-Break.
Er stand als ungesetzter Spieler im Finale der Usedom Open: Ireneusz Maciocha (TC RW Neubrandenburg)
Die 14. Auflage stand aufgrund der Corona-Pandemie lange Zeit auf der Kippe. Turnierchef Peter Schmidt hatte erst vor wenigen Wochen grünes Licht für die Austragung des Wettbewerbs erhalten.
280 Spieler, darunter Senioren-Welt- und Europameister, schlugen in den Ostseebädern Zinnowitz und Karlshagen auf. Bei der Premiere 2007 waren es 70 Teilnehmer. „Gigantisch, wie sich das Turnier entwickelt hat. Die Usedom Open wurden nicht umsonst als höchste deutsche Kategorie eingestuft“, sagte Landesverbands-Präsident Dieter Bursche. Hier geht es zu den Ergebnissen

Grünes Licht für Usedom Open

Die gute Nachricht erreichte Peter Schmidt per Mail. Der Turnierchef der Usedom Open (in der Bildmitte zusammen mit dem früheren Davis-Cup-Spieler Hendrik Dreekmann und Turnierdirektor Axel Seemann) hat von Landrat Michael Sack grünes Licht bekommen: Die 14. Auflage des hochkarätig besetzten Tennis-Traditionsturniers kann planmäßig vom 3. bis 12. Juli in Zinnowitz und Karlshagen ausgetragen werden. „Mir sind zehn Zentner Last vom Herzen gefallen“, meinte der Bielefelder sichtlich erleichtert. Er habe in den vergangenen Wochen mehr als 300 Telefonate geführt – mit Ministern, Staatssekretären und Behörden. Das hartnäckige Bemühen zahlte sich aus.

Die Ausrichtung des Turniers ist in Zeiten der Corona-Pandemie mit zahlreichen Auflagen verbunden. So dürfen auf der Tennisanlage nie mehr als 150 Leute gleichzeitig sein.

Erneut haben sich Senioren-Welt- und Europameister angesagt. 280 Meldungen liegen bereits vor. Bei der Premiere 2007 waren es 70 Teilnehmer. „Gigantisch, wie sich das Turnier entwickelt hat. Die Usedom Open wurden nicht umsonst als höchste deutsche Kategorie eingestuft“, sagte Landesverbands-Präsident Dieter Bursche.

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