Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat für das Jahr 2026 49 Spielerinnen und Spieler im DTB-Bundeskader aufgenommen. Sie werden vom Dachverband im Rahmen des Spitzensportkonzeptes „Gemeinsam! Weltklasse! Entwickeln!“ gefördert und auf ihrem Karriereweg weitreichend unterstützt. Dabei stehen der Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich sowie die individuellen Entwicklungen der Athletinnen und Athleten im Vordergrund.
Die 49 Spielerinnen und Spieler werden je nach Karrierestufe dem Olympiakader (OK), Perspektivkader (PK) und Nachwuchskader 1 (NK1) zugeordnet. Die Nominierung der Kader ist an verschiedene Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des DTB gebunden.
Was dieses Jahr auffällt: Viele Talente, die im vergangenen Jahr noch im NK1 gefördert wurden, haben den Sprung in den Perspektivkader geschafft. Damit gehören sie zu den Spielerinnen und Spielern, denen bei den kommenden oder den übernächsten Olympischen Spielen Chancen auf eine Teilnahme ausgerechnet werden. Dazu gehört auch der Schweriner Niels McDonald.
Je nach Kaderzugehörigkeit, Leistungsniveau und individuellen Bedürfnissen unterscheiden sich die Förderleistungen für die Spielerinnen und Spieler. Alle Kader können die Infrastruktur der Bundes- und Olympiastützpunkte nutzen, wo sie vom DTB-Leistungssportpersonal mit Trainierinnen und Trainern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie weiteren Betreuerinnen und Betreuern unterstützt werden.
Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein zentrales Athletenmanagement-Tool, das eine deutlich datenbasiertere Steuerung von Training und Wettkampf ermöglicht. Auch die sportpsychologische Betreuung für die Spielerinnen und Spieler aus dem Bundeskader wurde ausgebaut.
„In unserem Kader haben wir die besten Tennisspielerinnen und -spieler Deutschlands zusammengefasst. Unter ihnen reihen sich aktuelle Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler genauso ein wie
vielversprechende Nachwuchstalente, die wir nach ihren persönlichen Anforderungen fördern – vor allem beim schwierigen Schritt vom Nachwuchs- in den Profibereich“, sagte DTB-Vorständin Veronika Rücker. „Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Athletinnen und Athleten und unseren Trainerinnen und Trainern wieder an den starken Erfolgen aus der vergangenen Saison anknüpfen können.“
Neben Erfolgen auf der Profitour und bei den Nationalmannschaftswettbewerben zählten dazu vor allem die Erfolge bei den Juniorinnen und Junioren. Im ersten rein deutschen Finale bei den
French Open gewann Niels McDonald gegen Max Schönhaus die Junioren-Konkurrenz eines Grand-Slam-Turniers. In der Folge krönte sich McDonald zum U-18-Europameister im Einzel
und Schönhaus zum Champion bei den ITF-Finals der Junioren.
Eva Bennemann und Sonja Zhenikhova sicherten sich die Titel bei den Junior French Open und bei der U-18-Europameisterschaft. Zudem haben einige DTB-Nachwuchstalente, darunter
Ella Seidel, Justin Engel und Diego Dedura-Palomero erste Ausrufezeichen auf den Profitouren gesetzt. Seidel und Engel debĂĽtierten darĂĽber hinaus auch in den A-Nationalmannschaften des Verbandes.
Im Jahr 2026 stehen für den Spitzensport noch mehr Fördergelder zur Verfügung. Diese resultieren zum einen aus einem Mittelaufwuchs des Bundes und zum anderen aus den Einnahmen des Dachverbandes und der tennis.de-Lizenzgebühr. Die Individualförderung kann der DTB daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.
„Der Weg ins Profitennis dauert lang und ist mit harter Arbeit verbunden. Dabei darf man den finanziellen Aufwand nicht vergessen, den die Spielerinnen und Spieler und ihre Teams
schon in ihren frühen Karrierestufen investieren müssen. Indem wir die Individualförderung des Dachverbandes ausbauen, können wir einen Beitrag dazu leisten – auch wenn uns
bewusst ist, dass das bei weitem nicht die Kosten unserer Spielerinnen und Spieler deckt“, erklärte Rücker.
Die vollständige Kaderliste mit Infos zu den einzelnen Spielerinnen und Spieler gibt es auf tennis.de.