Erfolgreicher Neustart beim SV Sturmvogel Lubmin

Die Tennisabteilung des SV Sturmvogel Lubmin blickt auf eine fast 30-jährige Vereinsgeschichte zurück. Nachdem jedoch keine Mannschaften mehr gemeldet wurden, trat der Verein aus dem TMV aus – insbesondere die Jugendarbeit war in den vergangenen Jahren nahezu zum Erliegen gekommen.

Im Sommer 2025 hat sich das Blatt gewendet: Mit neuem Engagement und klaren Ideen wurde der Grundstein für einen erfolgreichen Neuaufbau der Jugend gelegt. Initiiert wurde dieser Schritt durch die Sportwartin des Vereins, Larissa Seelmann. Gemeinsam  mit dem staatlich geprüften Tennislehrer Philipp Heger agiert Seelmann auch als Trainerin. Dafür hat sie im vergangenen Jahr auch den TMV Kids Coach erfolgreich absolviert.

Gemeinsam mit dem übrigen Vorstand der Tennisabteilung (Ulf Löschhorn und Robert Köhler) wurde ein zukunftsfähiges Jugendkonzept entwickelt. In Kooperation mit dem örtlichen Kindergarten und kostenlosen Schnuppertrainings fanden sich schnell zwei Trainingsgruppen.

Die Entwicklung ist beeindruckend: Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Zahl der trainierenden Kinder auf über 20 an. Die Mädchen und Jungen zeigen schnell Fortschritte, vor allem aber große Freude am Tennissport. Für dieses Jahr sind bereits drei Kindermannschaften (Zweierteams) gemeldet – ein Meilenstein, auf den alle Beteiligten sehr stolz sind.

Der Erfolg basiert auf einfachen, aber konsequent umgesetzten Maßnahmen, die auch für andere Vereine als Beispiel dienen können. Neben der Kooperation mit dem Kindergarten und den Schnuppertrainingseinheiten folgten weitere Angebote. So wurde zusätzlich einmal wöchentlich ein betreutes Spielen eingerichtet, das vollständig vom Verein finanziert wurde. Ohne Voranmeldung konnten die Kinder kommen, wurden von den Trainern betreut und spielten auf den zwei Tennisfeldern der Abteilung verschiedene Spiele. Regelmäßig nahmen zehn bis zwölf Kinder teil – ein großer Erfolg, der dazu führte, dass viele Kinder nun mindestens zweimal pro Woche auf dem Tennisplatz stehen.

Ein weiterer wichtiger Baustein war die Einführung eines Platzführerscheins. Die Kinder lernten dabei den richtigen Umgang mit der Anlage: Platzpflege, Abziehen, Ausbessern und grundlegende Verhaltensregeln. Voraussetzung für einen Anlagenschlüssel war die Teilnahme an diesem Führerschein. Zwölf Kinder absolvierten ihn erfolgreich – ein weiterer Schritt hin zu Verantwortung und Vereinsidentifikation. Bei den Arbeitseinsätzen im Oktober zur Winterfestmachung der Plätze haben neben den Erwachsenen auch viele Kinder mitgeholfen, was auch das Gemeinschaftsgefühl stärkte.

Auch strukturell hat sich der Verein weiterentwickelt: Erstmals wurde eine engagierte Jugendwartin eingesetzt, die sehr aktiv ist, viele Kinder begeistert und wichtige Impulse setzt. Trainingstage wurden bereits durchgeführt und für 2026 sind Trainingscamps geplant, sowie vom Verein und Sponsoren bezuschusste zusätzliche Trainingseinheiten für die Mannschaftsspieler.

Die Tennisabteilung hat es geschafft, eine in die Jahre gekommene Sparte deutlich zu verjüngen und neue Perspektiven zu schaffen. Die nächsten Ziele sind klar: weiteres Wachstum in der Jugend, möglicherweise eine vierte Jugendmannschaft, langfristig auch Damen- und Herrenmannschaften. Zudem wird über eine Erweiterung der Anlage – etwa durch einen zusätzlichen Platz oder einen Midcourt – nachgedacht, um dem großen Zulauf gerecht zu werden. So erklärt die Sportwartin Seelmann: „Es ist viel Potenzial da. Wir haben jetzt in gerade mal acht Monaten 20 Kinder dazu bekommen. Es könnten noch mehr sein, aber wir sind ehrlicherweise gerade schon an unserer Kapazitätsgrenze“. Heger erläutert weiter: „Wir haben neue Trainer in Aussicht, so dass wir bald in der Lage sein werden, noch mehr Kinder zu trainieren. Der nächste Schritt und unser nächstes großes Ziel muss ein Ausbau der Anlage sein, so dass auch die Erwachsenen ihre Spielzeiten beibehalten können und wir trotzdem weitere Kinder aufnehmen können.“

Aktuell ist der Verein auf der Suche nach Sponsoren, die diesen erfolgreichen Weg  unterstützen möchten. Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll: Der Aufbau einer lebendigen Jugendarbeit ist kein Hexenwerk – mit Engagement, Ideen und Herzblut kann viel bewegt werden.

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