Gute Beteiligung bei den Jugend-Landesmeisterschaften

Gedanken von TMV-Jugendwart Sven Ueberschär zu den nachgeholten Jugend-Hallenlandesmeisterschaften:
Teil 1 ist mehr als geglückt. Es gab erfreulicherweise viele Meldungen. 20 Spieler traten allein in der U14 gegeneinander an. Spannende, emotionsgeladene Matches beeindruckten die Eltern und Tennisfans.
Der hart umkämpfte Titel in der U14, den Arthur Humboldt für sich entschied, zeigte erneut, dass der Ball in erster Linie erst mal wieder sicher ins gegnerische Feld gebracht werden muss. Genau das tat Arthur Humboldt mit jedem Ball, den ihm Hannes Priester mal kurz, mal lang, mal rechts und mal links servierte. Am Ende waren es die Beharrlichkeit, die Geduld und die unermütlichen Beine, die Arthur zum Sieg führten.
Siegerehrung U14: Landesmeister Arthur Humboldt (M.) mit dem zweitplatzierten Kühlungsborner Hannes Priester (r.) und dem Rostocker Mick Rupprath (ARTC)
Die U14 weiblich wurde von Jolien Ueberschär, die schon im Sommer in der U16 souverän siegte, dominiert. Helena Gieding konnte sich diesmal gegen Sophie Tietze durchsetzen und wurde Zweite.
Siegerehrung U14: Landesmeisterin Jolien Ueberschär (M.) mit der zweitplatzierten Helena Gieding (r., beide ARTC) und Sophie Titze vom TC Blau-Weiß Rostock
Die meisten Emotionen gab es jedoch in der U18 weiblich. Es war beeindruckend zu sehen, wie bei den jungen Frauen, die sich seit der Talentetour, also seit fast zehn Jahren kennen, Freundschaften entstanden sind und auch gerade durch die Teilnahme an den Turnieren im Land gepflegt und aufrechterhalten werden können. Julia Konradi, die durch eine lange Verletzungspause erstmalig wieder bei einem Wettkampf dabei war, stand die Freude über die Wettkampf-Atmosphäre ins Gesicht geschrieben. Ich bin mir sicher: Wir werden sie jetzt wieder öfter auf Wettkämpfen sehen.
Cora Brosch spielte das Tennis ihres Lebens, meinte ihr Vater Adrian. Nach dem Sieg gegen Charlotte Neumann liefen ihr Freudentränen übers Gesicht. Diese positiven Emotionen konnte sie mit ins Finale nehmen und glänzte mit einem hervorragenden Duell gegen die Nummer 345 der deutschen Damen-Rangliste, Emma Ansorge. Emma hatte aber genügend spielerische Fähigkeiten, so dass sie auch das Finale für sich entscheiden konnte.
Die Besten der U18: Landesmeisterin Emma Ansorge (M.) aus Neubrandenburg mit der zweitplatzierten Cora Brosch (r.) und Charlotte Neumann
Die U18 männlich zeigten den jüngeren Altersstufen, wie schnell die Bälle bei Aufschlag und im Spiel fliegen können. Dank ausgeglichener Matches wurde Alexander Lyubchenko Landesmeister vor Joey Zellermann und Lennart Burchardt.
Allergrößten Dank gilt der Tennisschule Wiebke Mauder (Parchim). Wiebke übernahm sehr kurzfristig die Ausrichtung der Altersklasse U10, denn in Demmin waren bei den vielen Anmeldungen zu wenig Plätze, um alle Konkurrenzen vor Ort durchführen zu können. Vielen Dank auch den Eltern, die große Flexibilität bewiesen. Die Titel bei den Jüngsten sicherten sich Melissa Knatz (TC Weiß Rot Wismar) und Connor Rathjens (ARTC).
Siegerehrung U10: Landesmeisterin Melissa Knatz (M.) aus Wismar mit der zweitplatzierten Lilia Mauder (l.) und Madita Hansen (beide SC Parchim)
Stolzer Sieger: Connor Rathjens (ARTC, r.) gewann die U-10-Konkurrenz. Links: der zweitplatzierte Niclas Eichholz (SC Ostseebad Boltenhagen).
Am 30. Oktober geht es weiter. Dann werden die Landesmeister in den Altersklassen U12, U16 und U8 ermittelt. Die U8 wird wieder in Parchim in der Halle der Tennisschule Wiebke Mauder ermittelt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahre wird hier auch ein großes Starterfeld erwartet. In der U8 sind alle Kinder noch am Anfang ihrer Laufbahn. Genau hier können wir ansetzen, um Tennis als Wettkampfsport in Mecklenburg-Vorpommern für Eltern und junge Tennisspieler interessant zu machen. Hier wächst eine neue Tennis-Generation heran. Ich hoffe, nach zehn Jahren finden wir alle Eltern und Kinder bei den Landesmeisterschaften der U18 auch noch auf und neben den Tennisplätzen. Es ist wichtig, dass sich die Eltern untereinander vernetzen, damit der Weg gemeinsam beschritten werden kann. Sport macht gemeinsam mehr Spaß. Vielleicht erleben wir dann ja ähnliche Emotionen und Freundschaften bei den Eltern und Tennisspielern wie in diesem Jahr bei der U18 weiblich. Ich wünsche es mir sehr. Sport Frei!
Also bringt bitte alle U8-Tenniskinder nach Parchim, denn dort starten alle mit den gleichen Voraussetzungen. Es gibt keine Ausreden von Trainern und Vereins-Jugendwarten frei nach dem Motto „Unsere Kinder sind noch nicht so weit“. Alle Kinder haben jetzt erst mit Tennis begonnen. Das ist ein guter Start auch für ein Zusammenwachsen der Vereine im Land. Also macht alle mit!